Montag, 25. Februar 2008
Tibetreisen mit Sivali Tour
globogolo, 12:41h
Nyalam, ein Ort in Tibet, an die Felsen geschmiegt und im oberen Tal des Sun Kosi, etwa auf halber Strecke vom Thong La (5200m) bis hinunter nach Zhang Mu, der Grenzstadt zu Nepal.
Es ist 06:00 morgens, Peking Zeit - stockdunkel, und wir finden uns im Restaurant zum Frühstück ein. Trockenes Fladenbrot, ölige Eier und Neskaffee, für Tsampa und Buttertee konnte sich niemand mehr begeistern. Nachdem wir gestern den Pass überquert hatten, sind wir noch immer auf knapp 3800m Höhe, es ist entsprechend kalt und vor der Tür türmt sich der Schnee.
Dieses Jahr kam der Schnee früh. Obwohl es erst Ende September ist, fuhren wir gestern den ganzen Tag im Schneetreiben auf imaginärer, verschneiter Piste von Saga bis hierher. Wie die Fahrer im blendenden Einheitsweiß den Weg erahnten und auch noch auf der Piste blieben, wird Ihr Geheimnis bleiben. Es beruhigte uns allerdings ungemein zu hören, daß die Schneegrenze gleich unterhalb des Ortes sein soll, da die Straße von nun an sehr eng wird und in die vertikalenWand einer tiefen, engen Schlucht geschlagen ist.
Draußen sind die Toyota Landcruiser Jeeps warmgelaufen, und auch unser Guide und die Fahrer scheinen das obligatorische, tibetische Tanzlokal der letzten Nacht gut überstanden zu haben.
Wir steigen ein und auf geht es zu einer der atemberaubendsten Fahrten dieser Welt, von Nyalam die Schlucht hinunter zur nepalischen Grenze, ein Höhenunterschied von weiteren 2500m in knapp 2 Stunden.
Kurz unterhalb der Stadt ist die Strasse wirklich schneefrei und nach einer weiteren halben Stunde, beginnt sich das gelb-goldene Licht der aufgehenden Sonne an den schneebedeckten Bergriesen hoch über unseren Köpfen zu brechen.
Langsam verschwindet auch die Dunkelheit aus der Schlucht unter uns, und beim Anblick des reißenden Flusses tief unten, sind wir nicht mehr so sicher, ob es nicht besser wäre, ihn nicht zu sehen. Es hilft jedenfalls, die Augen in Strassennähe zu lassen.
Diese ist nur knapp 3 Meter breit, mit einige Ausweichstellen, und in den blanken Felsen gesprengt. Unsere frühe Abfahrt hatte auch den Grund, besser keinen Gegenverkehr zu haben. An vielen Stellen schießt Wasser über die Fahrbahn, und die Fahrer benutzen es dankbar, ihre Fahrzeuge kurz darunter anzuhalten und den Schmutz von 20 Tagen Safari abzuspritzen. Uns ist das weniger geheuer.
Weiter abwärts sehen wir die ersten Bäume im Tal, und aus allen Felsritzen schiesst jetzt Wasser dem Fluss zu. Plötzlich ist üppige Vegetation da, und der Gischt der Wasserfälle lässt sogar Moos auf den Felsen wachsen. Nachdem wir fast 4 Wochen die Farborgien der Minerale in Tibets Gebirgen, Felsen und Steinen bestaunt haben, wirkt das Grün der Vegetation wie Farben aus einer anderen Welt.
Nach zahlreichen, weiteren Serpentinen tauchen die Vorzeichen einer Siedlung auf, und wir erreichen die bizarre Grenzstadt Zhang Mu. An den Berg geklebte Glaspaläste, eine mit nepalischen und chinesischen LKWs zugeparkte Strasse und das geschäftige Treiben einer Grenzstadt.
Der moderne, chinesische Grenzposten befindet sich ganz am unteren Ende der Stadt und macht um Punkt 10:00 Uhr auf. Unsere Jeeps reihen sich in die lange Schlange der wartenden Autos ein, und wir gehen den Rest zu Fuß, um uns einen guten Ausgangspunkt im rasch anwachsenden Pulk vor dem Tor zu ergattern. Bei Grenzöffnung läuft dann alles relativ schnell und chinesisch organisiert ab. Nach Verlassen des Gebäudes stehen unsere Jeeps mit Gepäck schon jenseits der Barriere und bringen uns weitere 10 km den Hang hinunter zur Friendship Bridge, der eigentlichen Grenze.
Der Blick nach links fällt auf ein chaotisches, nepalisches Dorf, ein Blick nach rechts oben zeigt eine glitzernde, chinesische Stadt hoch über uns. Kann Kontrast größer sein?
Abschied von unserer bewährten, tibetischen Mannschaft und wir sehen unser Gepäck auf dem Rücken nepalischer Träger im Getümmel verschwinden. Eines der unscheinbaren Häuser ist dann die nepalische Immigration. Wir verschwinden darin, lassen die bürokratische Andachtszeit gutgelaunt über uns ergehen und holen unsere Visas ab.
Durch die sich auch hier stauenden LKWs und das dazugehörige Menschengetümmel, gelangen wir zum Dorfausgang und finden unser Gepäck in einem der wartenden Fahrzeuge wieder.
Nach 5 Stunden Fahrt entlang Tälern, schäumender Flüsse und über Berge erreichen wir Kathmandu.
Nähere Informationen unter http://www.sivalitour.com/
Es ist 06:00 morgens, Peking Zeit - stockdunkel, und wir finden uns im Restaurant zum Frühstück ein. Trockenes Fladenbrot, ölige Eier und Neskaffee, für Tsampa und Buttertee konnte sich niemand mehr begeistern. Nachdem wir gestern den Pass überquert hatten, sind wir noch immer auf knapp 3800m Höhe, es ist entsprechend kalt und vor der Tür türmt sich der Schnee.
Dieses Jahr kam der Schnee früh. Obwohl es erst Ende September ist, fuhren wir gestern den ganzen Tag im Schneetreiben auf imaginärer, verschneiter Piste von Saga bis hierher. Wie die Fahrer im blendenden Einheitsweiß den Weg erahnten und auch noch auf der Piste blieben, wird Ihr Geheimnis bleiben. Es beruhigte uns allerdings ungemein zu hören, daß die Schneegrenze gleich unterhalb des Ortes sein soll, da die Straße von nun an sehr eng wird und in die vertikalenWand einer tiefen, engen Schlucht geschlagen ist.
Draußen sind die Toyota Landcruiser Jeeps warmgelaufen, und auch unser Guide und die Fahrer scheinen das obligatorische, tibetische Tanzlokal der letzten Nacht gut überstanden zu haben.
Wir steigen ein und auf geht es zu einer der atemberaubendsten Fahrten dieser Welt, von Nyalam die Schlucht hinunter zur nepalischen Grenze, ein Höhenunterschied von weiteren 2500m in knapp 2 Stunden.
Kurz unterhalb der Stadt ist die Strasse wirklich schneefrei und nach einer weiteren halben Stunde, beginnt sich das gelb-goldene Licht der aufgehenden Sonne an den schneebedeckten Bergriesen hoch über unseren Köpfen zu brechen.
Langsam verschwindet auch die Dunkelheit aus der Schlucht unter uns, und beim Anblick des reißenden Flusses tief unten, sind wir nicht mehr so sicher, ob es nicht besser wäre, ihn nicht zu sehen. Es hilft jedenfalls, die Augen in Strassennähe zu lassen.
Diese ist nur knapp 3 Meter breit, mit einige Ausweichstellen, und in den blanken Felsen gesprengt. Unsere frühe Abfahrt hatte auch den Grund, besser keinen Gegenverkehr zu haben. An vielen Stellen schießt Wasser über die Fahrbahn, und die Fahrer benutzen es dankbar, ihre Fahrzeuge kurz darunter anzuhalten und den Schmutz von 20 Tagen Safari abzuspritzen. Uns ist das weniger geheuer.
Weiter abwärts sehen wir die ersten Bäume im Tal, und aus allen Felsritzen schiesst jetzt Wasser dem Fluss zu. Plötzlich ist üppige Vegetation da, und der Gischt der Wasserfälle lässt sogar Moos auf den Felsen wachsen. Nachdem wir fast 4 Wochen die Farborgien der Minerale in Tibets Gebirgen, Felsen und Steinen bestaunt haben, wirkt das Grün der Vegetation wie Farben aus einer anderen Welt.
Nach zahlreichen, weiteren Serpentinen tauchen die Vorzeichen einer Siedlung auf, und wir erreichen die bizarre Grenzstadt Zhang Mu. An den Berg geklebte Glaspaläste, eine mit nepalischen und chinesischen LKWs zugeparkte Strasse und das geschäftige Treiben einer Grenzstadt.
Der moderne, chinesische Grenzposten befindet sich ganz am unteren Ende der Stadt und macht um Punkt 10:00 Uhr auf. Unsere Jeeps reihen sich in die lange Schlange der wartenden Autos ein, und wir gehen den Rest zu Fuß, um uns einen guten Ausgangspunkt im rasch anwachsenden Pulk vor dem Tor zu ergattern. Bei Grenzöffnung läuft dann alles relativ schnell und chinesisch organisiert ab. Nach Verlassen des Gebäudes stehen unsere Jeeps mit Gepäck schon jenseits der Barriere und bringen uns weitere 10 km den Hang hinunter zur Friendship Bridge, der eigentlichen Grenze.
Der Blick nach links fällt auf ein chaotisches, nepalisches Dorf, ein Blick nach rechts oben zeigt eine glitzernde, chinesische Stadt hoch über uns. Kann Kontrast größer sein?
Abschied von unserer bewährten, tibetischen Mannschaft und wir sehen unser Gepäck auf dem Rücken nepalischer Träger im Getümmel verschwinden. Eines der unscheinbaren Häuser ist dann die nepalische Immigration. Wir verschwinden darin, lassen die bürokratische Andachtszeit gutgelaunt über uns ergehen und holen unsere Visas ab.
Durch die sich auch hier stauenden LKWs und das dazugehörige Menschengetümmel, gelangen wir zum Dorfausgang und finden unser Gepäck in einem der wartenden Fahrzeuge wieder.
Nach 5 Stunden Fahrt entlang Tälern, schäumender Flüsse und über Berge erreichen wir Kathmandu.
Nähere Informationen unter http://www.sivalitour.com/
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